Rainswept

Regen

 

Grüße aus Pineview

Es ist der 7. Oktober 1996. Die Nacht ist ruhig. Die Stille der Nacht wird jedoch von einem Geräusch erschüttert, welches schrecklicher nicht sein könnte. Du siehst die Nahaufnahme eines Hauses. Ein Mann steht am Fenster und hält sich einen Revolver an die Schläfe, drückt schließlich ab.

So und nicht anders beginnt das Mystery Adventure mit dem Protagonisten Detective Michael Stone, das verschlaffene Örtchen Pineview und einem Mordfall eines jungen Pärchens.

Du spielst Detective Stone und beginnst die Geschichte an dem Haus von Diane und Chris. Drinnen liegen beide tot am Boden. Diane, mit einer tiefen Bauchverletzung durch einen gezielten Schuss, Chris mit einer klaffenden Einschuss Wunde am Kopf. Für die Ortsansässigen Polizeibeamten scheint der Fall klar zu sein. Chris hat seine Frau Diane in den Bauch geschossen und sich daraufhin selbst gerichtet. Wie und was genau geschehen ist entfaltet sich erst im Laufe von Rainswept und könnte gar nicht abgedreht genug sein.

Grüße aus Twin Peaks

Vieles in Rainswept erinnert an die Mystery Serie Twin Peaks von David Lynch.

Ein Ort voller Mysterien, ein Mordfall, ein Detective, merkwürdige Träume und Kaffee, viel Kaffee.

 

Willkommen in Twin…äh Pineview!

 

Die Geschichte rund um den Mordfall von Chris und Diane ist so unglaublich gut geschrieben, das man sich darin verlieren kann. Eher man sich versieht ist Rainswept wieder vorbei und zurück bleibt ein Spieler der traurig, verwirrt und doch zugleich glücklich ist. Am Tage ermittelst du in Pineview rund um den Fall und befragst alle möglichen Anwohner der Kleinstadt. Abends geht es wieder zurück ins Hotel. Ausruhen und so. Wären da nicht die seltsamen Träume, Visionen und die Schlafparalyse die dich des Nachts heimsuchen.

 

Nur ein schlechter Traum?

 

Zerknittert aufstehen, sich eben fertig machen, auf ins Kaffee, Kaffee trinken. An deiner Seite ist Officer Blunt, die mit Rat und Tat an deiner Seite ist, um mit dir das Mysterium um den Tod von Chris und Diane zu lösen.

Grafik ist nicht gleich Grafik

Wenn du einen aufpolierten Mystery Thriller gesucht hast, bist du bei Rainswept jedoch falsch. Der Grafikstil ist bewusst einfach gehalten. Böse Zungen würden behaupten, das Spiel sieht so richtig kacke aus. Doch das entspricht keineswegs der Wahrheit. Der Stil der hier verfolgt wird ist mehr als passend und wird zusätzlich durch die wunderschöne Musikuntermalung zu einem Atmosphärischen Ganzen.

 

Meisterhafte Minimalistik

 

Die Technik in Rainswept ist einfach gehalten und hat genau deswegen Charme. Das Gameplay bezieht sich auf umherlaufen, mit Anwohner sprechen, Dinge begutachten. Detektivarbeit eben.

Eine Geschichte die zum Nachdenken anregt

Hatte ich schon erwähnt wie gut die Story konzipiert wurde? Einfach brilliant.

Die Geschichte entfaltet sich durch die Gespräche mit den Anwohnern und immer wiederkehrenden Story Abschnitten aus dem Leben von Chris und Diane. Wie sie sich kennen und lieben gelernt haben, zum Beispiel.

Hierbei sei schonmal gesagt das die Story von Rainswept keine „schöne“ ist. Wenn du jemand bist der durch sensible Themen getriggert werden könnte, empfehle ich dir Rainswept vielleicht nicht zu spielen, oder aber mit jemanden zusammen.

 

Was zum Teufel…

 

Ohne ins Detail zu gehen, weil das den Spielspaß mindern könnte und weil es einfach gespoilert wäre, sei gesagt, das Rainswept Themen der menschlichen Psyche behandelt die nicht jedermanns Sache sind.

Tod ist nicht gleich Tod

Am Ende ist nicht nur der gute Detective Stone zerknittert, sondern wahrscheinlich auch du selbst. Auf der Suche nach dem Schuldigen, jagt dich Rainswept von einem Plot Twist in den nächsten und nichts scheint so zu sein wie es scheint. Bis sich schließlich am Ende alles überschlägt.

 

Ende?

 

Das Spiel hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, aber eben im guten Sinne und regt zudem zum Nachdenken an. Wenn du Lust auf Mystery, Mord und seltsame Begebenheiten hast dann sei dir Rainswept wärmstens ans Herz gelegt.

Worauf wartest du noch? Auf nach Pineview!

 

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